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Anna Lindh Netzwerktreffen, 14. Oktober 2015

Das Anna Lindh Netzwerktreffen am 14.10.2015 diente der Reflexion über die Vergangenheit (passend zum 10-jährigen Bestehen), der Besprechung der aktuellen Situation (Umstrukturierung des Headquarters, Flüchtlingskrise) und der zukünftigen Ausrichtung für 2016. Die Anna Lindh Foundation kann auf eine erfolgreiche Geschichte der Förderung des interkulturellen Dialogs zurückblicken, während aktuelle Spannungsfelder zwischen Regierung und Zivilgesellschaft, sowie die Sicherheitslage in einigen mediterranen Mitgliedsstaaten und insbesondere auch im Headquarter in Alexandria aktuelle Herausforderungen darstellen. Aktuelle Relevanz auf internationaler Ebene hat außerdem der Call for Proposals 2015, mit dem Projekte im Bildungs-, Kultur-, und Kunstbereich gefördert werden. Die Deadline wurde nun bis zum 15.12.2015 verlängert.

Um dem Anspruch des Dialogs auf nationaler Ebene gerecht zu werden und die Diversität innerhalb des österreichischen Netzwerkes zu fördern, sollen zukünftig Organisationen und Vereine aus allen Bundesländern stärker eingebunden werden. Mit der Umsetzung wird bereits im Frühjahr 2016, im Rahmen einer Veranstaltungsreihe zum Thema Respekt in Graz und in Wien, begonnen. In diesem Sinne und zur Förderung des interkulturellen Dialoges, sowie dem Umgang mit wachsender Fremdenfeindlichkeit in Österreich, will sich das Netzwerk außerdem aktiv in die Flüchtlingssituation einbringen. Über Veranstaltungen im Kulturbereich, wollen die Mitglieder den Dialog zwischen Flüchtlingen und ÖsterreicherInnen fördern und dabei zum Abbau von Ängsten vor "Fremden" beitragen.

Ehrenamtliche Mitarbeit in der Flüchtlingsbetreuung wird durch die Diakonie organisiert. Hier der Link dazu: https://fluechtlingsdienst.diakonie.at/ich-moechte-helfen/mitarbeiten/freiwillige-ehrenamt


Workshop: Intercultural Competencies

Am 14. Oktober 2015 fand auch der Workshop zur Entwicklung interkultureller Kompetenzen statt, bei dem zwei ExpertInnen vortrugen. Executive Coach und Strategie-Beraterin Oya Günay stellte in einem anregenden Vortrag die Herausforderungen interkulturellen Dialogs und die Grundlagen für das Erlernen kultureller Intelligenz dar. Im Zentrum standen dabei die Reflexion über sich selbst und das Hinterfragen und Kennenlernen der eigenen kulturellen Ausgangspunkte, bevor man in einen kritischen Dialog mit anderen Kulturen treten kann. Head of Humanities und Education am KAICIID, Shahram Nahidi setzte im Anschluss an der religiösen Dimension interkultureller Dialoge an. Aus postmodernistischer Perspektive erklärte er in einem spannenden Vortrag, wie unterschiedliche Ausgangspunkte, Definitionen und Interpretationen sowie universalistische Ansprüche Religion zu einem häufigen Streitthema im interkulturellen Austausch machen. Die Diskussion wurde geschlossen mit der allgemeinen Erkenntnis, dass Dialog auf Augenhöhe, Eigenreflexion und Bildung förderlich für interkulturellen Austausch sind.


Network Activity 2014:
"Demokratie! aber wie? Gesellschaftliche Vielfalt und Differenz – Herausforderungen für Partizipation und Repräsentation?" - Public Forum

Inspiriert durch die basisdemokratischen Dynamiken der Protestbewegungen in Süd(ost)europa und dem MENA Raum haben wir in Zeiten von Politikverdrossenheit, wirtschaftlicher Krise und wachsender sozialer Ungleichheit im Rahmen der Veranstaltung in Form von zwei Public Foren über Fragen demokratischer Partizipation und Repräsentation diskutiert. Detailliertes Programm der Veranstaltung...

Public Forum I
Inklusion als Illusion für Migrant_innen?
(in deutscher Sprache)

Das erste von zwei offenen Diskussionsforen mit dem Titel "Inklusion als Illusion für MigrantInnen?" beschäftigte sich mit den Partizipationsmöglichkeiten von MigrantInnen an demokratischen Prozessen. Es diskutierten unter anderen Alev KORUN, Abgeordnete zum Nationalrat, Die Grünen; Alexander NIKOLIC, Künstler und Aktivist; Senad HERGIC, Programmkoordinator von OKTO; Kenan GÜNGÖR, internationaler Experte für Integrations- und Diversitätsfragen; Hakan GÜRSES von der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung.
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Public Forum II
How to keep up the momentum
(in englischer Sprache)

Das zweite Public Forum mit dem Titel "How to keep up the momentum: Renegotiating democracy” beschäftigte sich mit den unterschiedlichen Protestbewegungen in der MENA Region und Südeuropa. Dabei standen die Fragen, was aus den Protestbewegungen wurde, in welche Richtung eine Transformation stattfand und ob Fragmentierung und Diversität ein Hindernis für Solidarität darstellen, im Mittelpunkt der Debatte. Mehr dazu...
        

Common Action 2013

Zwischen 16. und 18. April 2013 fand in Wien die durch mehr als 10 Mitglieder des Netzwerkes gemeinsam organisierte und umgesetzte Common Action statt. Zudem konnten als weitere Kooperationspartner die Vertretung der EU Kommission in Österreich sowie auch die Tageszeitung „Der Standard“ gewonnen werden.

Am ersten Abend, dem 17. April diskutierten AktivistInnen, ExpertInnen, JournalistInnen, FilmemacherInnen und FotojournalistInnen unter dem Titel „Protest, Unrest, Revolution: Sea Change in the Mediterranean“ im Haus der EU auf insgesamt drei Panels über folgende und ähnliche Fragen:

„From Tahrir to Puerta del Sol – A common call for democracy and justice?“

„Individual action and social movements – New ways of participation beyond trade unions and political parties?”

“Through the eyes of photo journalists – The psychological and social aspects of photo coverage focusing on the Arab spring and the Israeli / Palestinian conflict.”


        

Am 18. April gab es zudem zwei weitere Veranstaltungen. Am Vormittag diskutierten interessierte StudentInnen der Uni Wien im Zuge eines kleinen Workshops mit Larbi Sadiki (University of Exeter) über die Frage der Demokratisierung in der arabischen Welt. Am Abend fand im Bruno Kreisky Forum für Interkulturellen Dialog zum Thema „The Missing Sense of Togetherness in the Mediterranean Space and its Borders“ ein Vortrag der Historikerin und ökonomin Dr. Najat Abdulhaq statt.

Ziel der Common Action war es, die Sichtbarkeit der Stiftung zu fördern und ihre Ideen und Visionen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im Fokus steht hierbei stets der interkulturelle Dialog und Respekt für Diversität. Die diesjährige Common Action konzentrierte sich in besonderer Form auf die Partizipation junger Menschen, weshalb die aktive Integration von SchülerInnen und StudentInnen von Seiten der mitwirkenden Organisationen in den Vordergrund gerückt wurde.

Mitwirkende ALF-Mitglieder im Bereich Organisation, Planung und Durchführung waren hierbei das Institut für Konfliktforschung (IKF), UNESCO , YCC Austria, IDEAZ sowie die Künstlerin Sini Coreth und die ehemals für das österreichische Netzwerk zuständige Agnes Tuna.

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